Geschichte

 

Die Initiatoren

Das TEAM HAMBURG vereint die Hamburger Spitzensportler und -sportlerinnen mit Teilnahmeperspektive für die nächsten Olympischen Sommerspiele und Paralympischen Spiele. Ziel ist es, den Athleten und Athletinnen des TEAM HAMBURG eine sportbegleitende Betreuung und finanzielle Unterstützung zu bieten, um ihnen die volle Konzentration auf den Sport zu ermöglichen. So werden Hamburgs Spitzensportlerinnen und -sportler als Botschafter der Stadt Hamburg wahrgenommen und herausragende Nachwuchssportlerinnen und -sportler an die Stadt Hamburg gebunden.

Das TEAM HAMBURG ist eine kooperative Initiative des Hamburger Sportbundes, des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein, der Handelskammer Hamburg und des Landessportamtes der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit dem 1. Januar 2014 ist das TEAM HAMBURG ein eigenständiges Projekt bei der Stiftung Leistungssport Hamburg und wird institutionell gefördert von der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Hamburger Sportbund und der Stiftung Leistungssport Hamburg.

 

Die Geschichte

Für den Hamburger Sportbund (HSB) ist die Unterstützung des Spitzensportes ein wichtiges Segment auf dem Weg zu einer Stadt voller erfolgreicher Olympiateilnehmer. Im Mai 2001 wurde das Förderprogramm TEAM HAMBURG der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ziel ist es, die Hoffnungsträger der Sportstadt Hamburg in Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein finanziell zu unterstützen, damit die Athleten sich voll und ganz auf das Training konzentrieren können. Hierbei wird auf die individuellen Erfordernisse Hamburger Spitzensportler/innen eingegangen, um ihre Leistungsentwicklung zu unterstützen und ihnen in Hamburg Perspektiven zu bieten.

 

Initialzündung im September 1999

Eine Initialzündung gab es in der HSB-Podiumsdiskussion ”Leistungssport - Vorbild oder Abschreckung?” im September 1999, in welcher der ehemalige Ruder-Weltmeister Sebastian Franke die Gründung eines TEAM HAMBURG vorschlug. Das Präsidium genehmigte das vorgestellte Konzept TEAM HAMBURG und beschloss im Februar 2001 eine pauschale Förderung für die 23 Mitglieder des TEAM HAMBURGS für das Jahr 2001. Gleichzeitig wurde das ausgewählte Logo für das TEAM HAMBURG vorgestellt.

 

2002 bringt die Olympiabewerbung neuen Schwung in die Leistungssportförderung

Im Jahr 2002 gewann die Leistungsförderung einen neuen Aufschwung durch die Olympiabewerbung Hamburgs. Das TEAM HAMBURG unterstützte die Bewerbung Hamburgs um Olympia 2012 aktiv und erlangte mediale Präsenz, indem der Medienpartner NDR 90,3 einmal monatlich ein Team Hamburg-Mitglied im Rahmen ihrer Sportsendung vorstellte. Ende 2002 bestand das TEAM HAMBURG aus 35 Hamburger Spitzensportlern (A-C Kader) aus den Sportarten Beachvolleyball, Eisschnelllauf, Gewichtheben, Hockey, Judo, Leichtathletik, Radsport, Rudern und Schwimmen.

2003 unterlag Hamburg um die Bewerbung der Olympischen Sommerspiele 2012. Dennoch konnte der Sport seinen Stellenwert durch die Bewerbung nach außen und innen erhöhen. Durch die Stiftung Leistungssport entstehen für die Leistungssportförderung kontinuierliche Strukturen, welche von Politik, Hamburger Sportbund und Wirtschaft gemeinsam getragen werden. Insbesondere soll sie zur Entdeckung sportlicher Talente sowie zur gezielten Unterstützung Hamburger Nachwuchs- und Spitzensportler Ihr erstes Projekt ist das HSB-Förderprogramm „TEAM HAMBURG – Athen 2004“.

In 2004 konzentriert sich die Förderung auf die potentiellen Hamburger Teilnehmer für die Olympischen Sommerspiele und Paralympics in Athen. Dank der Unterstützung durch die „Stiftung Leistungssport Hamburg“ können 39 Hamburger Athleten unter anderem Pascal Hens und Tommy Haas (Stand 03/2004) bis zu den Spielen in Athen gefördert werden.

 

Neu-Auflage des Team Hamburg mit Ziel "Peking 2008"

Im Jahr 2005 wurde das Förderprogramm „TEAM HAMBURG“ für 31 Sportler/innen mit der Zielperspektive „Peking 2008" fortgesetzt.

2006 ist Hamburg bereit für eine deutsche Bewerbung um Olympische Sommerspiele und wird vom HSB unterstützt. Neben des finanziellen Beitrags für das TEAM HAMBURG „investierte“ der HSB gemeinsam mit OSP, Behörde für Bildung und Sport sowie Stiftung Leistungssport in die Neustrukturierung des Förderprogramms für Hamburgs Top-Sportlerinnen und- sportler, die bei Olympia 2008 in Peking dabei sein wollen. 2006 unterstützte der HSB 27 Sportlerinnen und Sportler des TEAM HAMBURG finanziell.

In 2007 ist das Förderprogramm „TEAM HAMBURG Beijing“ neu strukturiert worden. Der HSB und der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein haben in Partnerschaft mit der FHH, der Stiftung Leistungssport und der Handelskammer eine Vereinbarung geschlossen, um Hamburger Spitzensportlerinnen und –sportler in olympischen und paralympischen Disziplinen auf ihren Weg nach Beijing zu unterstützen. Ein wichtiger Baustein in der neue Struktur ist die deutlich verbesserte finanzielle Ausstattung, so dass seit Januar 2007 eine höhere monatliche Förderung der Sportlerinnen und Sportler möglich ist. Die Athletinnen und Athleten werden nach ihrem Kaderstatus und ihrer Perspektive in zwei Förderkategorien eingeteilt. In der ersten Kategorie (Top- und A-Kader) wurden 24 Sportlerinnen und Sportler mit 400 Euro monatlich unterstützt, die sich direkt für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren konnten. In der zweiten Kategorie (Perspektivkader) sind insbesondere Nachwuchsathleten mit 150 Euro monatlich unterstützt worden, die eine gute Perspektive für die nächsten Olympischen Spiele 2012 in London haben. Von 24 unterstützten Sportlern der 1. Kategorie gehörten 21 zu der Deutschen Delegation in Peking und haben teilweise große Erfolge erzielen können, als Beispiel dafür ist der Gewinn der Goldmedaille der Hockey Herren mit fünf TEAM HAMBURG-Mitgliedern zu nennen.

 

Nach Peking ist vor London

Nach der erfolgreichen Premiere des “TEAM HAMBURG Peking” 2004-2008, hat sich das TEAM HAMBURG 2009 mit dem Ziel London 2012 neu aufgestellt. Die Athleten sind weiterhin in zwei Förderkategorien eingeteilt worden. Dank der Zusage von sieben Premium-Partnern und sechs Partnern konnten die monatlichen Zuwendungen zum 01.01.2010 auf 450 und 200 Euro erhöht werden.

Am 10. Juli 2012 verabschiedete das TEAM HAMBURG seine Athletinnen und Athleten zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in London. Das Team schien die richtige Auswahl seiner Förderkandidaten getroffen zu haben, denn alle Hamburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Großereignisse gehörten dem Team an.

 

Emotionaler Empfang der deutschen Olympioniken im Hamburger Hafen

Die Hamburger kehrten mit insgesamt 12 Medaillen zurück (8 mal Gold, 3 Mal Silber und 1 Mal Bronze). Und wie sie zurückkehrten. Die Ankunft der Olympiamannschaft auf der MS Deutschland in Hamburg geriet zu einem großen Fest, mit dem vorher niemand gerechnet hatte. Rund 20.000 Menschen feierten am Hafen die Ankunft des Schiffes. Als die Athletinnen und Athleten auf Barkassen umstiegen und zum Senatsempfang zum Rathaus fuhren, begrüßten sie weitere tausende Menschen an den Fleeten, auf den Brücken und auf dem Rathausmarkt.

Nicht weniger emotional wurde die Rückkehr der Hamburgerinnen und Hamburger von den Paralympics. Persönlich begrüßten sie Senator Michael Neumann und HSB-Präsident Günter Ploß am Hamburger Flughafen. Auch wenn die Begrüßung deutlich kleiner war - die anwesenden Familien, Freunde und Vereine hatten sich aber stimmungsvolle Überraschungen einfallen lassen. Wenige Tage später wurden auch sie mit einem Senatsempfang im Rathaus geehrt.

Die sportliche Bilanz der Athletinnen und Athleten des TEAM HAMBURGs ist sehenswert. Beschränkt man sich auf das Zählen von Medaillen, lautet das Fazit, dass in London 2012 mehr Hamburger Medaillen gewonnen wurden als in Peking 2008. Darüber hinaus lieferten die Athleten aber ebenfalls Leistungen, die in die absolute Weltspitze gehörten. Unter anderem der Ruderer Eric Johannesen, der mit seinem Achter Gold holte und die Feldhockey Jungs rund um Moritz Fürste, die ebenfalls Gold holten.

 

Auf nach Rio

Insgesamt 36 Athleten des TEAM HAMBURG 2016 haben sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele qualifiziert. Damit ging das größte TEAM HAMBURG aller Zeiten in Rio an den Start!

Bei der offiziellen Verabschiedung auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAprima gab Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz den Athletinnen und Athleten seine besten Wünsche mit auf den Weg nach Rio. „Es ist toll, hier und heute das größte TEAM HAMBURG aller Zeiten verabschieden zu dürfen“, sagte Scholz. „Das Ergebnis macht deutlich, dass in Hamburg gute Arbeit im Bereich der Sportförderung geleistet wird.“ Neben Olaf Scholz haben es sich auch die TEAM HAMBURG Paten Fernanda Brandao, Ina Menzer und Rhea Harder-Vennewald nicht nehmen lassen, den Athleten noch einmal alles Gute zu wünschen.

Vom 5. bis 21. August fanden die Olympischen Spiele und im Anschluss vom 7. bis 18. September die Paralympischen Spiele in Rio statt.

 

In Rio so erfolgreich wie nie

Auch in Rio haben unsere Athleten mal wieder gezeigt was sie drauf haben. Sie kamen mit 21 (2 x Gold, 1 x Silber und 18 x Bronze) Medaillen nach Hause. So viele wie noch nie zuvor für Hamburger Athleten. Das Team Hamburg ist sehr stolz auf ihre Athleten und hofft auch in Tokio mit viele dieser wieder antreten zu können.

Wir haben ihr Interesse geweckt? So erreichen Sie uns:
Tel. 040 / 361 38 – 708 — E-Mail: info@stiftung-leistungssport.de

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