Mit einem starken Finish haben Jasmina Bier und Ruderpartner Paul Umbach das A-Finale im PR2-Mixed-Doppelzweier bei der Ruder-WM für sich entschieden. Bis zur 1500-Meter-Marke lag das chinesische Boot der Titelverteidiger noch vorn, auch Israel und Usbekistan waren noch im Rennen um die Goldmedaille. Doch dem Endspurt des deutschen Bootes hatte kein Team etwas entgegenzusetzen. Mit fast einer Sekunde Vorsprung kamen Jasmina Bier und Paul Umbach als Erste über die Ziellinie, Silber ging an China, Bronze an Israel.
Im vergangenen Jahr hatten sich Bier und Umbach dem chinesischen Duo noch geschlagen geben müssen. In Amsterdam startete das Duo ihren Endspurt jedoch etwas früher als sonst bei ihnen üblich. Eine Taktik, die bereits vor dem Rennen so geplant war und voll aufgegangen ist: „Ich hatte nur mein Rennen im Kopf“, sagte Jasmina Bier im Interview mit dem Deutschen Ruderverband.
Dabei verlief die Saison alles andere als störungsfrei. Eine Verletzung zwang Bier unter anderem zum Verzicht auf den Weltcup in Luzern. Noch bis zur Europameisterschaft konnten sie und Umbach nur eingeschränkt trainieren. „Danke auch an alle, die das möglich gemacht haben nach meiner Verletzung”, sagte sie nach ihrem Triumph.
Nach dem Europameistertitel folgt für Bier und Umbach damit der nächste große Internationale Triumph. Die Goldmedaille in Amsterdam geht auch mit der Qualifizierung für die paralympischen Spiele in Los Angeles 2028 einher. Damit ist Jasmina Bier die erste Hamburgerin, die sich erfolgreich für die Spiele qualifiziert hat.