2025 war ein besonderes Jahr für Ella Seidel. Mit ihrem Viertelfinal-Einzug beim WTA-Turnier in Seoul erreichte die Hamburgerin erstmals die Top-100 der Weltrangliste. Kurz zuvor sorgte sie mit dem Erreichen des Achtelfinales beim 1000er-Turnier in Cincinnati für Aufsehen. Es folgte die erste Nominierung für das deutsche Billie-Jean-King-Cup-Team, für das sie im November ihr erstes Einzel gegen die Türkei gewinnen konnte.
Für 2026 hat sich Seidel vorgenommen, sich in den Top-100 der Weltrangliste zu etablieren. Aktuell steht die 20-Jährige auf Rang 86. Dafür will sie es bei den großen Turnieren in die zweite Woche schaffen. Die erste Chance dazu hat Seidel ab Sonntag bei den Australian Open.
Erstmals ist die Hamburgerin dort durch ihre Position in der Weltrangliste automatisch im Hauptfeld gesetzt und muss sich nicht erst durch die Qualifikation kämpfen. In Runde Eins trifft sie in Melbourne auf Oxana Selechmetjewa aus Russland.
Bei den Australian Open hatte Seidel vor zwei Jahren ihr Debüt in einem Grand-Slam-Hauptfeld gegeben. Nach der erfolgreichen Qualifikation traf sie damals in der ersten Runde auf Aryna Sabalenka. Gegen die Weltranglistenerste hatte die Hamburgerin kaum eine Chance und musste sich am Ende mit 0:6 und 1:6 geschlagen geben.
Seitdem hat sich viel getan. Seidel ist konstanter geworden, erreichte im vergangenen Jahr 3 WTA-Viertelfinals und das Achtelfinale beim WTA-1000 in Cincinnati. Nun will die Hamburgerin ihren Fortschritt auch auf der ganz großen Bühne beweisen.