Vor wenigen Wochen, kurz vor den deutschen Meisterschaften im Skateboarding, sprach Keanu Schwedt noch von der „Generalprobe für Paraguay“. Bei der Deutschen Meisterschaft in Leipzig wollte der TEAM HAMBURG Athlet überprüfen, ob die neu trainierten Tricks auch unter Wettkampfbedingungen sitzen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Platz vier im internationalen Starterfeld und als zweitbester Deutscher die Vizemeisterschaft. Jetzt folgt der Wettkampf, auf den die Vorbereitung ausgerichtet war: die World Skate Games in Paraguay: „Ich habe viel daran gearbeitet, die Tricks, die man hat, wirklich solide im Repertoire zu haben und immer wieder abrufen zu können.“
Sein selbst gestecktes Ziel aus dem September hat Schwedt mit dem Vizemeister-Titel erreicht. Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht: Schon wenige Wochen später wartet mit der Weltmeisterschaft der internationale Saisonhöhepunkt.
Die World Skate Games sind die große gemeinsame Weltmeisterschaft des internationalen Rollsportverbandes World Skate. Vom 2. bis 18. Oktober treffen in Paraguay Athlet*innen aus mehr als 100 Ländern aufeinander. In 23 Weltmeisterschaften werden Titel in zwölf Sportarten vergeben.
Für Schwedt wird es ab dem 6. Oktober ernst. Bis zum 10. Oktober wird im Skateboarding Park um den WM-Titel gefahren.
Anders als beispielsweise in der Leichtathletik ist der Wettkampfort für Skateboarder selbst Teil der sportlichen Aufgabe. Linien, Transitions und mögliche Trickkombinationen hängen vom jeweiligen Park
Paraguay ist für Schwedt nicht die erste WM-Erfahrung. Bereits 2024 war er bei den World Skate Games in Italien dabei und belegte in der Park-Qualifikation Rang 43. Zwei Jahre später reist er als Mitglied des deutschen Perspektivkaders und frischgebackener Deutscher Vizemeister erneut zur Weltmeisterschaft.